Potemkins Dörfer sind immer noch hilfreich

Unweit der Ecke, an der sich Newskij-Prospekt und Fontanka treffen, bummle ich auf den Ostrowskij-Platz zu. Die Metrofahrt vom Hotel in die Innenstadt liegt hinter mir, ich bin froh dem Reisestress entkommen zu sein. Und dann sehe ich es schon: Das Katharinen-Denkmal.

Die Größe und Schönheit des 1873 enthüllten Monuments dieser umstrittenen Regentin, der Zarin Katharina II., beeindruckt mich sehr. Sie trägt einen Hermelinmantel und selbst am Sockel sind die dargestellten Persönlichkeiten ihrer Zeit noch überlebensgroß.
„Lustweib auf dem Zarenthron“, „böse Mörderin“, „Superregentin“ und geniale Kriegsführung werden ihr nachgesagt. Unter ihrer Regentschaft blühten Kunst und Wissenschaft auf, ebenso der Adel, und die leibeigenen Bauern litten.
Die Sonne scheint und die Parkbänke ringsherum sind gut frequentiert. Also stehe und schaue ich.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Ausland, Geschichte, Hintergrund, Kultur, Reisen | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Zur Ansich der vollen Größe bitte mit folgendem Link die PDF öffnen:

aspekt05_2425_MS

Veröffentlicht unter Ausland, Bildnachricht, Energie, Erdöl, Erdgas, Euro, Gas Flaring, Geld, Hintergrund, Natur, regenerative Stromerzeugung, Uncategorized, Vermischtes, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Wenn aus Cents Millionen werden…


Kopfschütteln, Skepsis, Empörung und Begeisterung – all dem begegnet man an den Kassen beispielsweise von Kaufland, Netto, Penny oder Toom-Baumärkten. Sie alle sowie weitere Ketten beteiligen sich an der deutschlandweiten Aktion „Deutschland-rundet-auf“. Eine „krumme“ Summe kann vom Kunden bis auf maximal zehn Cent aufgerundet werden. Der Betrag – exakt auf dem Bon ausgewiesen – wird über eine Stiftung sozialen Zwecken zugeführt, so die Initiatoren.
Doch auch skeptische Stimmen sind zu hören. Wer sind die Initiatoren? Wer wählt die Projekte aus? Wer steht hinter der Stiftung?
Sicher dürfte sein: Es geht um Millionen, eingesammelt Cent für Cent in derzeit 12 000 Filialen und annähernd 30 000 Kassen. Und ihre Zahl vergrößert sich täglich.
aspekt hat versucht, der Sache auf den Grund zu gehen.

„Weil wir nur gemeinsam die Probleme unserer Gesellschaft lösen können“. Davon ist der Gründer und Geschäftsführer der Spendenorganisation „Deutschland rundet auf“ Christian Vater überzeugt und sorgt mit einer riesigen Medienkampagne und Fernsehwerbung dafür, dass die Cents an den Kassen der Supermärkte fleißig „fließen“.

Doch die Aktion ruft nicht nur Begeisterung hervor. Etliche Kunden empören sich gar über eine Abzock-Masche, obwohl die Aufrundung auf Zehn-Cent-Beträge freiwillig ist. Bei der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt wusste man gleich gar nichts von der bundesweiten Aktion an 33 000 Kassen und riet erst einmal zur Vorsicht. Der Kunde solle genau prüfen, an wen das Geld geht und im Zweifelsfall lieber die Herausgabe auch des letzten Cents verlangen.
Wer hat die Sache ins Leben gerufen? Von wem werden die Gelder verwaltet? Wieviel kommt da überhaupt zusammen? Wie ist es mit der Transparenz der Verwendung? Fragen über Fragen, mit denen auch die Verbraucherzentrale erst einmal nichts anfangen konnte. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Euro, Geld, Handel, Hintergrund, Uncategorized, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Down to Art – Im Namen der Liebe

Der Welt-Down-Syndrom-Tag am 21. März war Anlass für ein einzigartiges Kunstereignis in Wien. Zum „Down-Syndrom-Festival öffneten die Wiener Kammeroper und die Burgtheater-Spielstätte „Kasino am Schwarzenbergplatz“ ihre Tore für vier Aufführungen.
Die Künstler der „I Dance Company“ haben in jeder Hinsicht ein wenig mehr – mehr Gefühl, mehr Lebensfreude und ein zusätzliches Chromosom. Es sind Tänzer mit dem Down-Syndrom. Ihr Ausdruck ist klar, ehrlich, spontan und von einer Intensität, wie es sich so mancher Profitänzer wohl nur wünschen kann. Getragen von der Melodie oder ganz frei von der Seele improvisiert, ziehen die Tänzer der „I Dance Company“ die Zuschauer von der ersten Sekunde an in ihren Bann. Sie schweben, stampfen, träumen, lachen und erzählen auf ihre ganz eigene Weise ihre Geschichte. Und die macht immer wieder auf die künstlerischen Fähigkeiten von Menschen, die mit Down-Syndrom geboren wurden, aufmerksam. Nicht der Versuch, Normalität herzustellen, schon gar nicht, Mitleid zu erheischen, sondern die ehrliche Anerkennung von Talent und künstlerischer Inspiration standen im Mittelpunkt.

Die seit ihrer Geburt an einem Down-Syndrom erkrankte Birgit Ziegert malt auf dem Archivfoto im Atelier Goldstein in Frankfurt am Main an einem Bild. Das Atelier hat sich auf „Outsider Art“ spezialisiert, also auf Kunst von Menschen, die oft als Außenseiter angesehen werden.
Als eines von vier Programm-Highlights gestaltete der österreichische Schriftsteller Peter Turrini gemeinsam mit Tänzern und Tänzerinnen der „I Dance Company“ die Performance „Im Namen der Liebe“, in der die Künstler tänzerisch ihre Assoziationen zum Verliebtsein darstellten und Turrini seine Liebesgedichte las. Ob solo, als Paar oder in der Gruppe – ob Ballett, Breakdance oder Boogie, gemeinsam erzählten sie von Liebe und Zweifel bis hin zur erneuten Annäherung. „Im Namen der Liebe schreiben wir einen anderen Namen, als den eigenen“, fasste Peter Turrini die Produktion zusammen. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Ausland, Gesundheit, Hintergrund, Jugend, Kultur, Theater, Uncategorized, Vermischtes, Wien | Verschlagwortet mit , , , | 1 Kommentar

Seit zwei Dekaden für Magdeburg

20 Jahre Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg: Das Jubiläum des größten Vermieters Magdeburgs in diesem Jahr wird gefeiert. Ein neues Maskottchen, „Wobi“, ist dabei das Aushängeschild.

„Spatzen gibt es überall in der Stadt. Sie gehören zu Magdeburg, genau wie die Wobau“, sagt Heinrich Sonsalla, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg. „Darum haben wir uns bei der Suche nach einem Maskottchen zu unserem Jubiläum für diesen kleinen gefiederten Repräsentanten entschieden.“ Künftig soll der „Wobi“ auf Plakaten, in Anzeigen und bei den Mietern vor Ort die Wobau repräsentieren. Ein putziger Geselle, der immer da ist, wo die Wobau auch ist – mitten im Leben ihrer Mieter.
20 Jahre Wobau. Eine lange Zeit, in der es eine Menge zu tun gab. Hervorgegangen aus der KWV (Kommunale Wohnungsverwaltung), wurde die Wohnungsbaugesellschaft im August 1992 gegründet. Im Rahmen der Gründung übertrug die Stadt der neuen Gesellschaft ihr „zu Wohnzwecken dienendes Gebäudevermögen“. Was so umständlich klingt, bedeutet in Kurzform: rund 63 000 Wohnungen und Gewerbeeinheiten galt es zu verwalten. Ausgenommen waren lediglich Gebäude, die zu mehr als 50 Prozent gewerblich genutzt worden waren oder sich in militärischer Nutzung befunden hatten. Zur Arbeit der Wohnungsbaugesellschaft gehörte nicht nur das „alltägliche Vermietungsgeschäft”. Sanierungen, Instandsetzungen, Verbesserungen im Wohnumfeld, auch Rückbau und Verkauf von Gebäuden standen auf der Tagesordnung. Erschwerend kamen Altschuldenprobleme und Restitutionsansprüche hinzu. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Geschichte, Hintergrund, Jubiläum, Wirtschaft, Wohnungswirtschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Facebook rüstet mit Werbung auf

Soziale Netzwerke boomen: Millionen Menschen sind bei Online-Communitys wie Facebook oder Twitter angemeldet, die Plattformen gehören zu den meistabgerufenen Websites. Es gibt unzählige davon – jede mit einem anderen Schwerpunkt und anderen Funktionen.
Kurz vor dem Börsengang hat Facebook eine neue Einnahmequelle für sich entdeckt, um die Werbeeinnahmen aus dem vergangenen Jahr von knapp 3,2 Milliarden Dollar weiter zu steigern. 425 Millionen Nutzer, die Hälfte aller Mitglieder, hält sich auch unterwegs über das Geschehen auf dem Laufenden. Das weltweit größte soziale Netzwerk sieht darin die passende Gelegenheit, die bisher werbefreie mobile Internetseite mit Werbeanzeigen zu bestücken. Damit könnte der Umsatz im Bereich der mobilen Werbung im Jahr nach der Einführung bei rund 1,2 Milliarden Dollar liegen – allein in den USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland. Dennoch betonte Facebook, dass der Nutzer nicht mit einer Werbeflut überschwemmt würde, da in Zukunft vorerst eine gezielte Werbeeinblendung pro Tag geschaltet werden soll.

Veröffentlicht unter Hintergrund, Jugend, Medien, Vermischtes, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Der tägliche Apfel aus heimischen Landen

Warum muss ein Joghurt aus Süddeutschland in den Regalen eines Supermarktes an der Ostsee stehen, obwohl wenige Kilometer weiter ebenfalls Joghurt hergestellt wird? Was machen Äpfel aus China neben Äpfeln von Sachsen-Obst vom Süßen See?
Transporte zu Land, zu Wasser und in der Luft sind eine Herausforderung für Logistiker, auch und gerade bei Obst.

Die tägliche Versorgung von 82 Millionen Menschen in Deutschland mit Lebensmitteln erfordert ein komplexes Logistiknetz und stellt hohe Ansprüche an die Leistungsfähigkeit der Ernährungsindustrie und des Handels. Die Belieferung der Kunden muss schnell, sicher und pünktlich erfolgen. Um diese Aufgabe tagtäglich erfüllen zu können, nutzt die Ernährungsindustrie hoch spezialisierte und effizient organisierte logistische Systeme.
Im Jahr 2010 wurden Waren im Wert von rund 806,2 Milliarden Euro nach Deutschland importiert und für 959,5 Milliarden Euro exportiert. Das ist die Exportbilanz aller Waren und Dienstleistungen, die 2011 dann auch bereits die Billionenmarke überschritt. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar